Das erste Haus Kataloniens mit einer nach dem Passivhaus-Plus-Standard zertifizierbaren Holzstruktur. Ein Einfamilienhaus von 275 m² in Igualada, konzipiert als Gebäude mit nahezu ausgeglichener Energiebilanz.
K-Igualada ist ein Einfamilienhaus von 275 m² in Igualada und das erste Haus Kataloniens mit einer nach dem Passivhaus-Plus-Standard zertifizierbaren Holzstruktur, einem der höchsten Anforderungsniveaus an die Energieeffizienz im Wohnungsbau.
Von Anfang an als Gebäude mit nahezu ausgeglichener Energiebilanz konzipiert, verbindet es eine thermische Gebäudehülle mit hoher Leistungsfähigkeit mit energiesparenden aktiven Systemen und eigener Photovoltaikerzeugung.
Diese Werte ordnen das Haus in die Anforderungen des Passivhaus-Plus-Standards ein.
Das Projekt geht von einem Grundsatz aus: Architektur und Energieeffizienz sind untrennbar miteinander verbunden. Bereits in den ersten Entwurfsphasen werden die Ausrichtung zur Sonne, der Schutz vor sommerlicher Überhitzung, die Nutzung der solaren Gewinne im Winter, die natürliche Belichtung, die kontrollierte Lüftung und die Reduzierung der Wärmebrücken optimiert.
Effizienz wird nicht als formale Einschränkung verstanden. Das Ergebnis ist ein Haus mit zeitgenössischer Formensprache und einer offenen, hellen und flexiblen Aufteilung.
Der Eingang führt in einen zweigeschossigen Raum, der das Haus gliedert und den Zugang, das Arbeitszimmer und den Flur des Obergeschosses visuell verbindet. Das Schema trennt die Tag- und Nachtbereiche klar voneinander und wahrt dabei durchgehend eine räumliche Kontinuität.
Das Erdgeschoss vereint Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, ein Bad, das Hauptschlafzimmer, den Ankleideraum und ein privates Bad. Das Obergeschoss beherbergt drei Schlafzimmer und eine nach Süden ausgerichtete Terrasse.
K-Igualada wird in Holzständerbauweise ausgeführt, einer der zentralen Technologien des Bausystems Eskimohaus. Der Einsatz von Holz reduziert den CO2-Fußabdruck und das Konstruktionsgewicht, verbessert die Dämmung, beschleunigt die Ausführung und erhöht die bautechnische Präzision.
Die Gebäudehülle integriert eine Dämmung aus eingeblasener Zellulose, eine durchgehende Außendämmung, die Behandlung der Wärmebrücken, luftdichte Sperrschichten und dampfdiffusionsoffene Materialien. Das Zusammenspiel gewährleistet ein stabiles thermisches Verhalten das ganze Jahr über.
Das Haus verzichtet auf herkömmliche Klimatisierungssysteme mit hoher Leistung. Die Anlagen sind um vier Elemente herum organisiert.
Sie deckt Heizung und Kühlung bei geringem Stromverbrauch ab.
Das mechanische Lüftungssystem von Zehnder gewährleistet die ständige Erneuerung der Luft, die Filterung von Partikeln und die Rückgewinnung eines großen Teils der Energie der Abluft, ohne Zugerscheinungen.
Das Dach nimmt eine Solaranlage auf, die so dimensioniert ist, dass sie nahezu den gesamten jährlichen Strombedarf des Hauses deckt.
Das Haus bleibt an das Stromnetz angeschlossen. In Ermangelung physischer Batterien fungiert das Netz als Speicher: Es nimmt die Erzeugungsüberschüsse auf und gibt Energie zurück, wenn die Solarerzeugung nicht ausreicht.
Die Kennwerte spiegeln ein sehr hohes Ausführungsniveau wider. Der Blower-Door-Test mit 0,60 Luftwechseln pro Stunde bestätigt eine sehr dichte Gebäudehülle. Daraus ergeben sich ein geringerer Verbrauch, ein höherer Komfort, das Ausbleiben von Infiltrationen und Kondensationen sowie eine bemerkenswerte Qualität der Innenraumluft, bei einem Heizwärmebedarf, der weit unter dem eines herkömmlichen Hauses liegt.
K-Igualada zeigt, dass ein Haus nahezu die gesamte Energie erzeugen kann, die es verbraucht, ohne auf Architektur zu verzichten.